Sommer-Momente im Herbst – erfolgreicher Wahlkampf durch Markenpositionierung

Sommer Momente im Herbst – erfolgreicher Wahlkampf durch Markenpositionierung (Photo by Engin Akyurt from Pexels)

Sonne, Strand, Eiscreme, Freibad, ein Glas Hefeweizen auf der Terrasse, leckere Grillabende mit Freunden oder der Duft von frisch gemähtem Rasen… Die Sommerzeit hat viele Gesichter und lässt uns alle ein wenig träumen. Kleine Zutaten machen die „Wonnemonate“ für viele von uns zum Highlight des Jahres, an welche wir grade jetzt, wo „Sturm- und Schietwetter“ uns fest im Griff haben, gerne denken.

Der frisch gewählte Bürgermeister Kristian Kater hat seinen „Sommermoment“ letztes Jahr bereits im November erleben dürfen. Er und sein Team haben im hoch konservativen Vechta etwas Historisches geschafft und alle 30 Wahlbezirke „rot gefärbt“. Ein Erfolg, welchen sich selbst kühnste Optimisten so nicht ausgemalt haben.

Bei aller Euphorie auf der einen und dem „bösen Erwachen“ auf der anderen Seite, zeigt der Bürgermeisterwahlkampf in Vechta eine Sache ganz deutlich: Hinter jedem guten Wahlkampf steckt eine gute Marketingstrategie. Auch personenbezogenes Marketing – und das ist letztlich Politik – funktioniert nur, wenn alle Aktionen, Auftritte und Äußerungen einer klaren strategischen Ausrichtung folgen und perfekt aufeinander abgestimmt sind.

In den nächsten Tagen wollen wir auf fünf besonders wichtige Wahlkampf- und somit auch Marketingaspekte eingehen, welche Kristian Kater zum Sieg verholfen haben und auch bei anderen Marketingaktionen durchgehend Beachtung finden sollten.

Emotionale Bindung als strategische Positionierung

Im Frühjahr 2019 startete also das ‚Experiment‘ Wahlkampf und wir waren uns einig, dass wir den Kandidaten Kristian Kater als Marke aufbauen und positionieren müssen. Wir wollten weg vom überlegten Kalkül der üblichen Wahlkampf-Aktionen nach dem Motto „Das wurde schon immer so gemacht!“, weg vom „Infostand vor dem Supermarkt“, wo sich ein Kandidat am Samstagmorgen mit Fähnchen und Plakaten postiert und versucht, arme Passanten beim Brötchenholen mit Wahlkampfideologien zu überfluten. Einen der wichtigsten Erfolgsfaktoren für den Aufbau einer Marke haben wir bereits in unserem Artikel „Echte Emotionen wirken“  im Zusammenhang mit „Emotional Branding“ angesprochen. Doch wie schafft man es, einen Bürgermeisterkandidaten emotional an die Menschen zu binden? Im Grunde ist dies ein Zusammenspiel aus mehreren Faktoren.

Zielgruppenanalyse als Erfolgsfaktor

Eine fundierte Zielgruppenanalyse zeigt auf, wen man ansprechen will. Hier spielen demographische Faktoren eine wichtige Rolle für eine erfolgreiche Planung. Vechta ist eine boomende Kleinstadt. Bei der Vergabe von Baugrundstücken gibt es beispielsweise unzählige Bewerber auf ein Grundstück. Viele junge Familien gehen hier leer aus, wenn sie sich den Traum vom Eigenheim realisieren wollen. Und diejenigen, die das Glück hatten, einen der beliebten Plätze zu ergattern, stehen vor vielen Fragen. Wo ist der nächste Supermarkt? Welche Kindertagesstätte kann ich nutzen, welche Schule ist am besten für mein Kind und wie sicher ist der Schulweg? Hochemotionale Themen, die der Kandidat Kristian Kater alle auf seiner Agenda hatte. Und da er selber ein Familienvater ist, der in Vechta aufwuchs und aktuell vor denselben Problemen steht, ist hier die ideale Verbindung zur jungen Bevölkerung in Vechta gegeben. Authentischer geht es kaum. Doch nicht nur die jungen Eltern sollten angesprochen werden – auch die folgenden Generationen mussten „gepackt“ werden. Bei dieser Wählerschaft gehen die Themen in eine andere Richtung. Man macht sich Gedanken über Lebensqualität, Verkehrsführung oder Wirtschaftskraft. Hier war es uns immer wichtig, Kristian Kater als den Experten darzustellen, der er auch ist. Als langjähriger Ratsherr war er schon frühzeitig in allen Themen rund um Vechtas Zukunft aktiv beteiligt. Er kannte alle Fakten und konnte zu jedem Thema kompetent antworten. Wir haben in sämtlichen kommunikativen Maßnahmen dafür gesorgt, dass Kristian Kater diese Themen aktiv mit vielen Informationen darstellte. Seine natürliche und sympathische Art sorgte dabei für das richtige Maß an Bürgernähe. Die Menschen merkten, dass Kristian Kater zu jedem Thema etwas sagen konnte. Er avancierte so schnell zum „Bürgermeisterkandidaten zum Anfassen“ – eine emotionale Bindung war geschaffen!

Lesen Sie beim nächsten Mal: Warum das Team in einer lauen Sommernacht und beim Wahlkampf eine entscheidende Rolle spielt…

 

Autor: Thomas

 

Autor: Alexander

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